Lipno-Stausee

Stausee Lipno - die größte Wasserfläche Tschechiens

Der Lipno-Stausee wurde in den Jahren 1950–1959 an der Moldau errichtet. Beim Bau sind die guten Naturbedingungen, vor allem der Landschaftscharakter und das Gefälle der Moldau genutzt worden. Pläne für die Richtungsbestimmung und die energetische Nutzung des Flusses gab es seit Ende des 19. Jahrhunderts. Das Stauwerk Lipno ist zeitlich gesehen der vierte Stausee der Moldau-Kaskade und bildet deren erste Stufe. Mit dem Stausee entstand die größte Wasserfläche Tschechiens, die eine grundlegende wirtschaftliche Bedeutung hat: sie dient als Wasserspeicher, schützt vor Hochwasser, ist eine wichtige Quelle für die Stromproduktion und bildet eine attraktive Umgebung für Erholung und Tourismus.

Stausee Lipno - Staustufen

Es entstanden zwei Staustufen: Lipno I – Speicherkraftwerk, und weiter stromabwärts Lipno II – Ausgleichsbecken. Das Kraftwerk befindet sich in einer künstlich angelegten Grotte in 171 m Tiefe. Die Stromherstellung erfolgt über zwei Francis-Turbinen, das Überfallwasser fließt durch einen 3,6 km langen, unterirdischen Ablauftunnel in das Ausgleichsbecken mit einer Kaplan-Turbine. Das Wasserkraftwerk kann besichtigt werden.

Stausee Lipno - Grundangaben

  • Höhe des Stauziels: 725,6 m. ü. M.
  • Stauseelänge: 44 km (nach manchen Angaben auch 40 oder 48 km)
  • Stauseebreite am breitesten Punkt (Černá v Pošumaví): 10 km (nach manchen Angaben 16 km)
  • Durchschnittliche Tiefe: 6,5 Meter
  • maximale Tiefe: 21,5 Meter
  • Fläche: 48,7 km²
  • Speicherraum: 306 Mio. m³
  • Einzugsfläche: 950,56 km²

(Anmerkung: Manche Literaturangaben weichen von den Angaben im Internet ab. Der Grund ist wahrscheinlich der, dass die Länge und Breite des Stausees bei unterschiedlichem Wasserspiegelniveau gemessen wurden.)