Gemeinden der Region Lipno

Nová Pec

Nová Pec – eine Ortschaft am rechten Ufer des Lipno-Stausees, gegründet Mitte des 17. Jahrhunderts als Holzfällersiedlung. Heute oft Ausgangspunkt für Wanderungen, zum Beispiel zum Plešné jezero (Plöckensteinsee), Třístoličník (Dreisesselberg), Medvědí stezka (Bärenpfad), Jelení Vrchy oder Schwanzenbergschen Schwemmkanal.

Horní Planá

Horní Planá (Oberplan) – gegründet im 14. Jahrhundert durch Mönche des Klosters Zlatá Koruna (Goldenkron). Die Dominante der Stadt bildet die ursprünglich gotische St. Margarethen-Kirche (1374). Heute ist Horní Planá mit mehr als 2 200 Einwohnern die größte Stadt am linken Ufer des Lipno-Stausees, zu der auch weitere umliegende Ortschaften gehören, wie z. B. Zvonková, Bližší Lhota, Pernek, Hodňov, Hůrka, Karlovy Dvory, Jenišov. Horní Planá ist der Geburtsort des „Dichters des Böhmerwalds“ Adalbert Stifter (1805–1868). In seinem Geburtshaus wurde ein Museum errichtet.

Černá v Pošumaví

Černá v Pošumaví (Schwarzbach) – die ersten Erwähnungen über die Ortschaft „am schwarzen Bach“ datieren aus dem 13. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wurde hier eine fürstliche Brauerei gegründet, die die weite Umgebung, einschließlich des Klosters Vyšší Brod (Hohenfurth), mit Bier versorgte. Der Lipno-Stausee ist hier am breitesten und bietet gute Bedingungen für Yachting und Windsurfing sowie für Sportangler.

Frymburk

Frymburk (Friedberg) – entstand im 13. Jahrhundert als eine Marktsiedlung an der Handelsstraße von Oberösterreich nach Český Krumlov. Über die damalige Moldaubrücke marschierte angeblich auf ihrem Rückweg 1467 die Friedensdelegation des Georg von Podiebrad. Von allen Seiten wird die Stadt vom Turm der Kirche St. Bartholomä aus dem 13. Jahrhundert dominiert, die im spätgotischen Stil umgebaut wurde.

Přední Výtoň

Přední Výtoň (Vorder Heuraffl) – im 14. Jahrhundert an der Stelle von zwei Klostern gebaut, die einzige größere Ortschaft am rechten Ufer des Lipno-Stausees. Zu Přední Výtoň gehören auch die Siedlungen Pasečná, Svatý Tomáš, Frýdava und drei Grenzübergänge nach Österreich. Ausgangspunkt für Fahrradausflüge und Wanderungen in die umliegende Landschaft und auf die österreichische Seite des Böhmerwalds. Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung bietet ein neues, modernes Sommersportareal.

Lipno nad Vltavou

Lipno nad Vltavou (Lippen an der Moldau) – ursprünglich eine Holzfällersiedlung aus dem 16. Jahrhundert, von hier wurde Holz ins Landesinnere geflößt. Durch den Lipno-Stausee wurde Lipno nad Vltavou eines der beliebtesten Erholungszentren. Heute gibt es hier zwei große und moderne Sport- und Erholungsareale – direkt am Stausee Marina Lipno (Aquapark) und etwa ein Kilometer nördlich das Ski- und Snowboardcenter Kramolín.

Loučovice

Loučovice (Kienberg) – eine Ortschaft aus dem 14. Jahrhundert, aus dieser Zeit blieb bis heute die Kapelle St. Prokop und die ein Jahrhundert jüngere Kirche des Fischerpatronen St. Udalrich erhalten. Eine mehr als hundertjährige Tradition hat hier die Herstellung von Zellstoff und verschiedenen Papierarten. Am hier verlaufenden Abschnitt der Moldau, den sog. Čertovy proudy (Teufelsströmen), finden regelmäßig Kanuslalom-Rennen statt.

Vyšší Brod

Vyšší Brod (Hohenfurth) – wie der Name schon sagt, war Vyšší Brod, ursprünglich ein an der Furt durch die Moldau gelegener Wachort an der Handelsstraße. Im 13. Jahrhundert haben hier die Witigoner ein Zisterzienzerkloster gegründet, das sich bis heute erhalten hat. Zu seinen ältesten Bauwerken gehören die ursprünglich gotische Kirche Mariä Himmelfahrt, das Kapitelhaus und der Kreuzgang. Unter der Kirche befindet sich die Gruft der Rosenberger, 1612 wurde hier auch der letzte des Adelsgeschlechts, Petr Wok, bestattet. Nahe der Gemeinde befindet sich das Naturreservat Čertova stěna (Teufelswand), ein großes Steinmeer.